Erholung
Unsere Region lebt viel vom Tourismus. Immer mehr Menschen suchen Erholung in unserer Mittelgebirgslandschaft. Das wäre natürlich bei einer Bepflasterung mit Windindustrieanlagen vorbei. Am Horizont sehen wir bereits die roten Lichter in der Nacht oder auch tags die hohen Windräder in Bayern und in Tschechien.
Eine ganz besondere Gefahr sehe ich persönlich beim Thema Infraschall, wobei es der Windkraftlobby bisher sehr gut gelungen ist das Thema vollständig auszublenden oder herunterzuspielen. Mittlerweile sind allerdings umfangreiche Studien erschienen - insbesondere eine über 9 Jahre Datenerfassung reichende von der Universität Mainz - die eindeutig einen Zusammenhang zwischen Infraschall von Windkraftanlagen (WKA) und einer Absenkung der Herzleistung der im Umfeld lebenden Menschen um zwanzig Prozent nachweisen.
Wenn das kein Argument ist, sofort mit dem Bau von WKA aufzuhören, dann weiß ich auch nicht weiter.
Schall, Infraschall, Erholung und Tourismus
Im neuen Video von Prof. Dr. Andreas Schulte „Gefahren durch Windkraftanlagen für den Menschen: Schall, Infraschall, Erholung und Tourismus“ geht es um Lärm durch den Umbau von Waldkulturlandschaften in Industriegebiete – seine Größenordnungen und vielfältigen Auswirkungen, insbesondere auf den Menschen direkt, mit Lärmverschmutzung um ein einziges Windrad herum von bis zu 300 Hektar.
Nein, kein Fehler und übrigens mit Zahlen berechnet, die auf denen von Produzenten und Betreibern von Windenergieanlagen beruhen. Und: Indirekt auf die Wertschöpfung und Arbeitsplätze durch Naherholung und Tourismus insbesondere auch in unseren 104 deutschen Naturparks, die vor allem in Süddeutschland zwar ausgesprochene Schwachwindregionen sind, aber dank zusätzlicher Subvention mit Steuergeldern extrem lukrative Standorte darstellen – für die Entwickler & Betreiber, nicht für die Menschen vor Ort. Soll das bei uns auch so kommen?
Moralischer Bankrott
Windkraft im Wald ist auch ein Thema im Vogtland. Laufen doch Planungen zur Errichtung von Windkraftanlagen in vielen Waldgebieten des Vogtlandes. Momentan ist zwar der Hohe Brand nicht mehr in der Planung der Gebiete, aber einige Gebiete zwischen Schöneck und Klingenthal. (Nach Anklicken des Links: Legende - Themen - Planen, Bauen, Wohnen - Entwurf ROPW, um zu den einzelnen Gebieten zu gelangen).
Sollten in diesen Gebieten WKA errichtet werden, hätten diese vielfältige Auswirkungen auch auf Markneukirchen und weite Gebiete des Oberen Vogtlandes. Insbesondere die Themen Infraschall und Schadstoffeintrag über Wind und Wirbelschleppen in großen Waldgebieten mit der entsprechenden Kontaminiation von Grundwasser sowie Acker- und Waldflächen mit insbesondere Ewigkeitschemikalien dürften eine Rolle spielen.
Die kürzlich stattgefundene Veranstaltung zum ROPW (Raumordnungsplan Wind) war aus Sicht der meisten Teilnehmer eine glatte Farce. Man will tatsächlich die Planungen mit den Flächenzielen von 1,3 % und 2,0 % durchziehen. Und sollte eine Planerfüllung - ich nutze ganz bewusst dieses Wort - "freiwillig" nicht zustandekommen, werden statt der 1,3 % dann 11 % der Fläche in der Planungsregion für die Profitinteressen der Windkraftlobby und andere Ziele zur Verfügung stehen. Man könnte meinen es hier mit Erpressung zu tun zu haben.
Und wie auch schon bei der Planungsrunde 2024 zu erkennen war, spielt man auch das Spiel "Teile und Herrsche".
Ein weiterer Skandal war die Art und Weise der Durchführung der Veranstaltung. Man hat wieder eine Marketing GmbH für den Job gebucht, möglichst wenig kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen mittels Behandlung der Menschen wie im Kindergarten.
Doch der allergrößte Skandal ist bei der ganzen Planung und "Einbeziehung" der betroffenen Bürger, dass die meisten Problemstellungen gar nicht Bestandteil der Planung sind!

